Projekttage BKDF 2017

Wir wollen uns am BKDF miteinander und nach außen in die Gesellschaft hinein „lebendig, respektvoll, individuell und weltoffen“ verhalten. Dieses Motto, und damit pädagogische Ziele wie Demokratie- und Werteerziehung sowie Extremismusprävention waren dieses Jahr Ausgangspunkt für die beiden Projekttage am 5. und 6. Juli. Mitgemacht haben SchülerInnen aus der Handelsschule, der HöHa und den Internationalen Förderklassen.

„Das Buch kauf‘ ich mir“, sagt eine Schülerin der 1642

am Ende der Lesung aus Benno Köpfers und Peter Mathews‘ Roman Kadir, der Krieg und die Katze des Propheten, der ebenso wie Bernd Plögers Theaterstück Dschihad One-Way die Hinwendung eines jungen Menschen zum Salafismus zum Thema hat. Der Schauspieler in „Dschihad One-Way“ schlüpft selbst in alle Rollen dieses „dramatischen Protokolls einer Radikalisierung“ und zeigt die verschiedenen Perspektiven auf einen Jugendlichen, der schließlich im Bürgerkrieg in Syrien auf der Seite von Islamisten kämpfte. Dass die Geschichte auf einer wahren Begebenheit beruht, macht sie umso eindringlicher.

 

 

 

Autor Christian Linker liest aus seinem Roman Dschihad Calling vor: „... Er wartete auf den Aufprall.“ Hier bricht er die Lesung ab, sagt selbst „Bisschen krass jetzt, das Ende.“
Linker beschreibt in seinem Buch, wie der 18-jährige Jakob sich Salafisten anschließt und immer radikaler wird. Bis hin zum ... – das Ende blieb offen für die Zuhörer.
Bei der anschließenden Diskussion stellt sich Christian Linker auch Fragen, die über die Geschichte im Buch hinausgehen: „Ab wann ist jemand für Sie ein Terrorist?“ Antwort: „Sobald er gewaltbereit ist.“ Er fügt hinzu: „Wenn man Gewalt mit Gewalt bekämpft, kommt kein Frieden heraus, sondern neue Gewalt.“

Künstlerisch aktiv wird die IFK-Klasse 1659 im Comic-Workshop bei Peter Schaaff. Er zeigt den SchülerInnen, wie man Geschichten, Gesprochenes und sogar Gefühle und Gedanken mit wenigen Bleistiftstrichen ausdrücken kann.

Engagierte Teilnahme gab es auch bei dem Workshop von Colored Glasses unter dem Titel "Brückenbauung", an dem die Klassen 1643 und 1645 jeweils einen Tag lang teilgenommen haben. Dabei wurde eine interkulturelle Begegnung per Rollenspiel simuliert und dadurch die Entstehung von Stereotypen und Vorurteilen bewusst erlebt und reflektiert.


Politiklehrer Serdar Bastürk findet gut, dass „wir uns Politik und Demokratie nicht nur trocken-theoretisch ansehen, sondern kreativ damit umgehen.“ Wie im Planspiel zur Zukunft Europas, wo die SchülerInnen in die Rolle verschiedener Länder und Parteien schlüpfen und sich so auch in vorher fremde Positionen hineindenken müssen. Erarbeitet wurden Zukunftsszenarien für die EU, die sicherlich auch in der "echten" Politik Thema sind, wie zum Beispiel die Einrichtung einer europäischen Armee oder der Umgang mit Migration.

 

Wir danken herzlich für ihre Unterstützung:

  • Colored Glasses (ein Projekt der Youth For Understanding)
  • Friedrich-Ebert-Stiftung
  • Ministerium des Innern des Landes Nordrhein-Westfalen

und den Lehrerinnen und Lehrern unserer Schule und Mitwirkenden,  die durch ihr Engagement die Projekttage ermöglicht haben!

 

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