Projekt: „Multiple faces of young Europe – unite in diversity“

Das junge Europa hat viele Gesichter – deines gehört dazu
Ein EU-Projekt des Berufskollegs Deutzer Freiheit mit Partnerschulen aus Estland und Portugal.

 

Die Ziele

Wichtige internationale Erfahrungen machten 20 Schülerinnen und Schüler der Höheren Handelsschule unseres Berufskollegs während drei Begegnungen mit Jugendlichen aus Estland und Portugal in diesem Jahr. Finanziert wird das Projekt über das Erasmus Plus Programm „Jugend in Aktion“. Im Fokus des Projektes stehen die positive Auseinandersetzung mit der kulturellen Vielfalt Europas, die Verbesserung der Medienkompetenz und der englischen Sprachkenntnisse der Teilnehmer sowie die Auseinandersetzung mit den Anforderungen des europäischen Arbeitsmarkts der Zukunft.

 

Auftaktveranstaltung in Köln, im April 2017

 


Das erste Treffen fand im April in Köln statt. Die Gäste aus Estland und Portugal, Ländern, die am äußersten Rand der europäischen Union liegen, lernten in Köln die kulturelle Vielfalt einer Stadt im Herzen Europas kennen, die seit ihrer Gründung vom Miteinander unterschiedlicher Kulturen und Völker geprägt wurde. In einem bunten Programm wurden die Schwerpunkte des Programms umgesetzt: Rallyes, Spiele und kreative Gruppenaufgaben förderten das soziale Miteinander, bei Workshops und Expeditionen erfuhren die Gäste und auch die Gastgeber die kulturelle Vielfalt im Köln von gestern und heute, Medienprojekte, Interviews und Betriebsbesichtigungen sowie die Auseinandersetzung mit unserem dualen System zeigten Anforderungen und Möglichkeiten für einen erfolgreichen Berufsstart in Deutschland.

 

Zweite Begegnung in Viimsii, Estland im Mai 2017

 


Das Folgetreffen richtete die estnische Schule Viimsi Kool auf der Halbinsel Viimsi bei Tallinn im Mai aus. Ein vollgepacktes interaktives Programm vermittelte den Gästen einen Einblick in die estnische Kultur: Rallyes führten durch die malerische, historische Altstadt von Tallinn, Radtouren und Wanderungen zeigten die Naturverbundenheit der Esten. Das Rhythmusgefühl der Gäste wurde beim Erlernen von estnischen Volkstänzen in der Turnhalle auf die Probe gestellt. In der hochmodernen, hervorragend ausgestatteten estnischen Schule setzten sich unsere Schüler mit den Anforderungen eines estnischen Schulalltags auseinander, wo auf gutes Benehmen, Disziplin und Durchhaltevermögen besonderer Wert gelegt wird. Bei Besuchen in der technischen Universität Estland lernten die Teilnehmer Estland als modernes High-Tech-Land kennen, in dem die Computerindustrie eine wichtige Rolle spielt. In internationalen Teams wurden die Ergebnisse der Exkursionen und Aktionen aufbereitet und gemeinsam in englischer Sprache präsentiert.

 

Dritte Begegnung in Póvoa de Lanhoso, Portugal im Oktober 2017

 



Ganz anders und gemächlicher war der Schulalltag in Portugal, den unsere Schülerinnen und Schüler dann in der letzten Begegnung im Portugal erfuhren. Unsere portugiesische Partnerschule ist eine europäisch gut vernetzte Bündelschule auf dem Land, im Hinterland von Braga und Porto. Besuche in Braga, Porto und Guimaraes zeigten das Spannungsfeld der portugiesischen Gesellschaft zwischen geschichtsträchtiger blau-weißer Kachelkunst und modernen Start-up Unternehmen, die als Arbeitgeber in Portugals Zukunft eine große Rolle spielen werden. Die Jugendlichen bewiesen, dass sie im Verlauf des Projektes bereits viel gelernt hatten und arbeiteten ganz selbstverständlich in internationalen Teams. Viele, die in Estland noch zu schüchtern waren, auf Englisch zu präsentieren, fassten sich nun ein Herz und ergriffen das Wort.
Highlights waren der Empfang im historischen Rathaus in Braga sowie die Abschlussfeier in der Schule, bei der die portugiesischen Gastgeber wirklich alles gaben, um das Projekt zu einem würdigen Abschluss zu bringen. Alle halfen dabei mit, der portugiesische Schulleiter stellte sich beim gemeinsamen Abschlussdinner sogar als Kellner zu Verfügung, um zu zeigen, wie wichtig dieses Projekt für seine Schule war. So fremd man sich am Anfang des Projektes noch war, am Ende fühlten alle den „Puls Europas“ und gingen als Freunde auseinander und bei der Abreise floss sogar die eine oder andere Träne.

 

Multiple faces of young Europe: Abschluss in Köln - Estland - Portugal

 

Wie geht es weiter:

Geplant sind weitere Jugendbegegnungen der Schulen, allerdings mit weniger Teilnehmern um die Organisation zu erleichtern. Diskutiert wird auch noch über einen Austausch von Praktikanten und weitere Schulentwicklungsprojekten zur Verbesserung des Unterrichts.


Ansprechpartnerin:

Britta Schleicher
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Ina Seybold
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Eva Hermes-Kraus
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(Fotos und Text: Britta Schleicher, Foto Köln: Richard Schmidt-Zuper)